Freitag, 16. Juni 2017

Travelguide Florida mit Kleinkind

Unser kleiner Mann ist inzwischen ein Jahr alt und der zweite Monat Elternzeit meines Mannes stand an. Je näher der Monat kam, desto bewusster wurde uns, dass wir den Monat nicht im kalten Deutschland Zuhause verbringen wollten. Nicht nur wegen dem Wetter, sondern auch weil wir die Zeit mit dem Mini richtig genießen wollten. Er sollte nicht nur so nebenher im Alltag mitlaufen, nein, wir wollten es genießen den ganzen Tag mit ihm verbringen zu können, ohne Dinge nebenher erledigen zu müssen, die normalerweise Zuhause so anstehen und uns ablenken würden.

Aber wo sollte es hin gehen?
Hauptkriterien für unser Reiseziel waren:   - es sollte warm sein
                                                                    - kinderfreundlich sein

nach einigem Hin- und Her entschieden wir uns für die USA. Am Schluss standen Kalifornien/Westküste der USA und Florida zur Auswahl. Wir entschieden uns für letzteres, weil wir in Kalifornien schon gewesen sind (Posts, dazu findest du in der Sidebar rechts, unter dem Label "Amerika") und gerne etwas neues sehen wollten.

Mit diesem Travelguide versuche ich einige Dinge im Vorfeld zu beantworten, die wir uns zum 
Beispiel zu Beginn unserer Reiseplanung stellten.



Beste Reisezeit?

Wir entschieden uns in der Nebensaison zu reisen, allerdings vor der Hurricansaison die mit dem Monat Juni beginnt. Mit dem April/Mai haben wir meiner Meinung nach eine super Zeit gewählt. Wir hatten immer um die 30°C und in dem ganzen Monat Aufenthalt nur 1,5 Tage Regen.


Flug:

Florida bietet einige Internationale Flughafen, die angesteuert werden können. Wir entschieden uns für Miami, da die Direktflüge dahin am günstigsten waren.
Zum Zeitpunkt unserer Reise war der Mini < 2 Jahre.


Da wir sowohl beim Hin- als auch Rückflug mit dem Airbus 380 flogen, entschieden wir uns unsere Sitzplätze in einer 3er-Reihe zu buchen. Damit es unser Kind während des Flugs so komfortabel wie nur möglich hat, entschieden mein Mann und ich unsere Sitzplätze am Fenster und am Gang zu buchen. In der Hoffnung, dass sich keiner zwischen uns setzen möchte und der Sitzplatz frei bleibt.
Sollte der Sitzplatz doch gebucht werden, (so war es bei uns beim Hinflug der Fall,) kann man der Person einen Sitzplatztausch zum Gang anbieten. Beim Rückflug hatten wir Glück und der Platz blieb leer. So hatte Mini einen eigenen Sitzplatz auf dem er klettern, und spielen konnte ohne andere Passagiere zu stören. Zum schlafen buchten wir für den Mini ein Kinderbett mit welches vor uns eingehängt werden konnte. So waren die Flüge für die ganze Familie stressfrei und entspannt.




Mietwagen:


Beim Mietwagen haben wir uns für eine Auto der Kategorie Full-Size entschieden, den Chevrolet Impala. Der Impala ist ein 4-Türer mit großem Kofferaum. Da mein Mann keinen SUV fahren wollte musste ein anderes großes Auto her, welches eine großen Kofferaum hatte und auch mit einem MaxiCosi und 4 Erwachsenen (wir bekamen in der letzten Woche Besuch) 
nicht zu eng wird. Zusätzlich sollte er 4 große Koffer und 3 Trolleys fassen können. Mit dem Impala war dies möglich und wir sehr zufrieden mit unserer Wahl.


Navigationssystem:


Da wir ca. 2.500 km in dem Monat gefahren sind, war es empfehlenswert ein Navi für unseren Aufenthalt zu haben. Statt ein Navi zusätzlich bei der Mietwagenfirma zu leihen, haben wir diesmal auch wieder die Navigationsapp Sygic genutzt.





Kindersitz:

Da unser Mini mit seinem einem Lebensjahr und 70 cm noch in seinen MaxiCosi passte, entschieden wir uns unser Gepäck so zu packen und zu planen, dass wir den MaxiCosi mitnehmen konnten, und uns so die Kosten für das Ausleihen eines Sitzes sparen konnten.

Falls das Kind nicht in den Maxicosi passt und man nicht die Kosten für das Mieten eines Kindersitzes auf sich nehmen möchte, besteht noch die Möglichkeit einen Elternteil los zu schicken und im nächst gelegenen Walmart/Target einen Sitz zu kaufen. Dies kann je nach länge des Aufenthaltes oft schon günstiger sein, als das Ausleihen.



Unterkunft:

Im Vergleich zu unserer letzten Amerikareise bei der wir in Hotels geschlafen und diese immer einen Tag vorher gebucht haben, entschieden wir uns diesmal für Apartments oder Ferienhäuser. Warum?

Hauptsächlich deshalb, weil wir ein Kleinkind haben und nicht wussten, wie er mit der Klimaumstellung zurecht kommen würde, und ob ein Roadtrip nicht zu viel für ihn sein würde. 
Außerdem konnte er zum Zeitpunkt unserer Buchung noch nicht laufen, war aber auf den Knien durchaus mobil. Da Hotelzimmer meist Teppichböden aufweisen, und diese nicht gerade sauber sind, wollte ich es umgehen, den kleinen Mann in seiner Freiheit einschränken zu müssen, indem ich ihn im Reisebett festhalte, damit er ja nicht über den dreckigen Teppichboden krabbelt und sich dann die Hände in den Mund steckt.
Bei der Auswahl unserer Ferienwohnungen /-häuser welche wir über Airbnb und fewo-direkt.de buchten
 konnte ich dies als Kriterium berücksichtigen (Stichwort: Allergiker-freundlich), außerdem waren wir nicht an feste Zeiten gebunden, was das Essem angeht und konnten uns den Tag so einteilen wie wir es wollten, oder wie unser kleiner Mann es brauchte. Auch jetzt im Nachhinein waren wir mit dieser Entscheidung sehr zufrieden und würden es wieder so tun.



Kinderwagen:

Um mit dem Kind auch bei Ausflügen und Spaziergängen flexibel und mobil zu sein, hatten wir die Wahl einen Wanderrucksack mit integrierter Trage, eine separate Trage mit zu nehmen oder den Kinderwagen zu nutzen.
Je nach Fluggesellschaft kann dies durchaus eine Herausforderung sein, wenn man als Sondergepäck nicht den MaxiCosi UND Kinderwagen mitnehmen darf. Was also machen?
Zum glück lernte Mini die Woche vor unserem Flug das Laufen und tat dies auch sehr sicher, gerne und mit großer Begeisterung. Also 
entschieden wir uns dazu Tragen jeglicher Art Zuhause zu lassen und stattdessen einen Buggy anzuschaffen der sehr kompackt ist, sodass er in nen Koffer passt; aber auch für das Kind komfortabel ist und Dinge, wie Liegeposition und großes Sonnenverdeck bietet. Fündig wurden wir dies beim tfk Dot.
Er bot uns die oben genannten Eigenschaften, und ist für seine Größe relativ leicht, wednig und einfach in der Handhabung.



Geld:

Wer nach Amerika reist, braucht eine Kreditkarte ohne Kreditkarte geht hier nichts und man


macht  sich oft unnötig das Leben schwer. Mit der Kreditkarte kann man in Amerika überall, alles (den noch so großen bzw. kleinen Betrag) bezahlen. Trotzdem haben wir ein paar Hundert Dollar Bargeld mitgenommen, einfach um die Übersicht über die Ausgaben zu behalten, und wegen dem Gefühl, wann sonst hat man die Gelegenheit Dollarscheine im Portmonee aufzubewahren?




Gemeinschaftskasse:

Gegen Ende unseres Urlaubs stießen 2 Freundinnen für eine Woche zu uns. Dass, das Reisen mit mehreren Personen gleich günstiger ist, weil man sich die Kosten teilt, ist bekannt. Allerdings möchte ich euch verraten, wie wir das mit dem Verrechnen der Kosten gemacht haben.

Da wir unsere Unterkünfte alle schon im Voraus buchten, wussten wir um die Kosten die auf uns zukommen werden. Ebenso waren die Kosten für den Mietwagen auch schon fest. Diese teilten wir schon vor der Reise auf und jeder bezahlte seinen Anteil.

Für Benzin, Eintritt, Toll-Gebühren, und Lebensmittel wenn wir in unseren Unterkünften kochten, bildeten wir eine Gemeinschaftskasse in die jeder den gleichne Betrag einzahlte. Das Geld, welches am Schluss des Urlaubs übrig war, teilten wir dann wieder unter einander auf.


Route:

Da wir das erste mal so eine große und weite Reise mit Kind machten, war für uns schnell klar, dass wir diesen Amerika-Aufenthalt anders gestalten wollten, als den letzten.
Wir wollten es entspannter angehen lassen, ohne einen festen Plan was wir jeden Tag machen/sehen wollten. Wir wollten auch einfach mal einen Tag "daheim" bleiben können, wenn uns danach ist und nicht zwangsläufig weil der Plan es so vorher sieht, "on Road" die nächste Reise-Etape zurück legen müssen.
Deshalb entschieden wir uns den Monat auf verschiedene Städt/Regionen in Florida aufzuteilen, in dieser eine Unterkunft zu nehmen und von da aus, Tagesausflüge zu machen.
So sparten wir es uns jeden Tag aus dem Koffer zu leben, wie es bei einem Roadtrip der Fall gewesen wäre, und waren flexibel in unserer Tagesaufteilung.

Da Florida von der Fläche her sehr übersichtlich und die Distanzen einzelner Orte für amerikanische Verhältnisse gering ist, entschieden wir uns in folgenden Städten nieder zu lassen:

- Miami 
( wegen An.- und Abreiseflughafen)
- Orlando - Kissimmee (im Zentrum von Florida)
- Fort Myers - Cape Coral (an der Südwestküste Floridas)


Reiseführer:


"Florida - mit Atlanta, Charleston, New Orleans" vom Reise Know-How Verlag
ISBN 978-3-89662-296-9


Solltet ihr noch Fragen haben, dürft ihr sie mir gerne in den Kommentaren gerne stellen. Beim nächsten mal werde ich euch Miami vorstellen. Seid gespannt!